Dein Bankkonto vor Ort

Bevor du deinen ersten Tag bei der Gastfamilie beginnst, gibt es eine organisatorische Aufgabe, die du frühzeitig angehen solltest: ein eigenes Konto in den USA eröffnen. Klingt bürokratisch, ist es aber kaum – und es macht einen spürbaren Unterschied in deinem Alltag. Denn ohne lokales Konto wird schon die erste Taschengeldauszahlung komplizierter als nötig. Mit dem richtigen Konto läuft das alles automatisch, und du kannst dich auf das konzentrieren, weswegen du wirklich da bist.

Dieser Artikel erklärt dir, worauf du bei der Kontoeröffnung achten solltest und welche Unterlagen du brauchst.

Warum ein lokales Konto sinnvoll ist

Vielleicht fragst du dich, ob du einfach dein Konto aus Österreich weiternutzen kannst. Technisch gesehen: ja. Praktisch gesehen macht das wenig Sinn.

Dein wöchentliches Taschengeld wird in US-Dollar überwiesen. Wird das Geld auf ein österreichisches Konto überwiesen, entstehen Wechselkursgebühren, Transaktionskosten oder beides. Auch für deine Gastfamilie sind Auslandsüberweisungen aufwendiger als ein einfacher lokaler Transfer.

Ein lokales Konto vereinfacht außerdem viele Dinge des Alltags: Handyvertrag abschließen, online bestellen, Rückerstattungen empfangen oder für Streaming-Dienste zahlen – all das funktioniert unkomplizierter, wenn dein Konto in den USA geführt wird.

Die richtige Bank finden

In den USA hast du grundsätzlich die Wahl zwischen großen, nationalen Banken und kleineren regionalen Instituten. Welche besser zu dir passt, hängt vor allem von deinem Alltag ab.

Große Banken wie Chase oder Bank of America haben landesweit viele Filialen und Geldautomaten – ein echter Vorteil, wenn du während deines Reisemonats quer durch die USA reist. Kleinere Regionalbanken punkten manchmal mit niedrigeren Gebühren oder persönlicherem Service, haben aber möglicherweise weniger ATM-Standorte außerhalb deiner Region.

Worauf du grundsätzlich achten solltest:

  • Checking Account (Girokonto), kein Savings Account – das ist das richtige Kontomodell für den täglichen Gebrauch
  • Keine oder sehr niedrige monatliche Kontoführungsgebühren
  • Kein oder nur geringes Mindestguthaben
  • Angebote speziell für junge Menschen oder Neuankömmlinge

Deine Gastfamilie oder deine:r Ansprechpartner:in bei AuPairCare kennen oft lokale Empfehlungen und wissen, welche Optionen sich für Teilnehmende in eurer Region bewährt haben. Frag ruhig nach – das ist ein ganz normaler Teil der Vorbereitung.

Bezahlung im Coffeeshop per Karte
Mit einem eigenen Konto vor Ort wird dein Alltag deutlich einfacher.

Was du zur Kontoeröffnung brauchst

In den USA läuft die Kontoeröffnung in der Regel persönlich in einer Filiale ab. Einige Banken bieten zwar Online-Optionen an, aber ohne bisherige US-Bankhistorie oder Social Security Number (SSN) stoßen Neulinge dabei häufig an Grenzen.

Folgende Unterlagen brauchst du üblicherweise:

  • Reisepass
  • Visum (J-1)
  • DS-2019 Formular
  • Adresse deiner Gastfamilie
  • Social Security Number (SSN)

Wichtig: Viele Banken ermöglichen die Kontoeröffnung auch ohne SSN. Du kannst sie nachreichen, sobald du sie erhalten hast. Geh am besten gemeinsam mit deiner Gastfamilie oder deiner:m Ansprechpartner:in zur Bank – das ist der sicherste Weg, um direkt alles zu klären.

Debitkarte oder Kreditkarte – was ist der Unterschied?

Nach der Kontoeröffnung erhältst du in aller Regel eine Debitkarte. Sie ist direkt mit deinem Konto verknüpft, und Beträge werden sofort abgebucht. Das ist das wichtigste Zahlungsmittel für deinen Alltag.

In den USA sieht die Debitkarte oft genauso aus wie eine Kreditkarte – sie trägt ein Visa- oder Mastercard-Logo. An der Kasse wirst du manchmal gefragt, ob du mit „Debit" oder „Credit" zahlen möchtest. Wähle hier ruhig „Credit": Es ist keine echte Kreditkartenzahlung, sondern läuft nur über das entsprechende Netzwerk ab – bequemer, weil kein PIN nötig ist. Die Option „Debit" mit PIN kommt vor allem an Geldautomaten oder in bestimmten Situationen wie Selbstbedienungsterminals zum Einsatz.

Eine echte Kreditkarte – also eine mit Kreditrahmen und monatlicher Abrechnung – setzt in der Regel eine bestehende Zahlungshistorie im Land voraus, die sogenannte „credit history". Die haben die meisten Teilnehmenden zu Beginn noch nicht, und das ist völlig normal. Deine Debitkarte reicht für den Alltag vollständig aus.

So läuft es in der Praxis

Du musst das alles nicht allein durchdenken oder organisieren. Deine Gastfamilie und deine:r Ansprechpartner:in bei AuPairCare begleiten dich durch diesen Prozess – viele gehen sogar gemeinsam mit dir zur Bank.

Die Kontoeröffnung gehört zu den ersten Schritten nach der Ankunft, und in den meisten Fällen ist sie schnell erledigt. Danach läuft die wöchentliche Taschengeldüberweisung automatisch, und du hast eines weniger auf deiner To-do-Liste.

Wenn du noch Fragen zum Au pair Programm oder zur Vorbereitung hast, findest du bei AuPairCare alle wichtigen Informationen – und immer jemanden, den du ansprechen kannst.