5 Tipps für schwierige Phasen

Ein Jahr im Ausland bringt viel mit sich: neue Eindrücke, neue Menschen, neue Routinen. Aber auch Momente, in denen sich nicht alles gut anfühlt. Das ist keine Ausnahme – es gehört dazu. Wer das weiß, ist besser vorbereitet und kann ruhiger reagieren, wenn eine schwierige Phase auftaucht. 

Wir geben dir einen ehrlichen Überblick über die häufigsten Herausforderungen im Au pair Jahr und zeigt dir konkret, was du in solchen Situationen tun kannst.

1. Kulturschock: Wenn alles anders ist

Der Alltag in einem neuen Land ist selten so, wie man ihn sich vorgestellt hat – und das gilt in beide Richtungen. Manches ist aufregender, manches anstrengender. Wenn das Fremde irgendwann überwiegt und sich Erschöpfung oder Frustration einschleicht, spricht man von einem Kulturschock. Er tritt nicht bei allen auf, und wenn, dann in sehr unterschiedlicher Intensität. 

Was hilft: Gib dir Zeit. Eingewöhnung passiert nicht über Nacht, und es ist normal, dass die ersten Wochen holprig sein können. Versuche gleichzeitig, aktiv zu bleiben – nicht, um die Gefühle zu verdrängen, sondern weil Rückzug die Situation meist verstärkt. Unternimm etwas mit deiner Gastfamilie, knüpfe Kontakte zu anderen Au pairs in deiner Region oder erkunde deine neue Umgebung in kleinen Schritten. Der Schock legt sich – bei den meisten schneller als erwartet. 

2. Heimweh: Normal, aber manchmal heftig

Heimweh tritt bei fast allen Teilnehmenden irgendwann auf – besonders in den ersten Wochen, rund um Feiertage oder in ruhigen Phasen, in denen der Alltag eintönig wirkt. Das Gefühl, etwas zu verpassen, was zuhause gerade passiert, ist dabei einer der häufigsten Auslöser. 

Ein hilfreicher Perspektivwechsel: Du verpasst nicht – du bist woanders. Deine Familie und Freunde erleben ihr Leben weiter, und du erlebst deins. Beides passiert gleichzeitig, und du kannst beides haben – gerade mit Video-Calls ist der Kontakt heute einfacher denn je. 

Was konkret hilft, ist individuell verschieden. Manche brauchen ein Gespräch mit jemandem zuhause. Andere kommen besser durch Ablenkung – ein Ausflug, ein Treffen mit anderen Au pairs, ein neues Hobby. Probiere aus, was dir gut tut, und bleib dabei nicht zu lange allein mit dem Gefühl. 

au pair mit vielen gastkindern
Kinder müssen sich oft erst an ein neues Au pair gewöhnen. (c) AuPairCare

3. Schwierigkeiten mit den Gastkindern

Nicht jede Beziehung zu den Gastkindern entwickelt sich sofort harmonisch – und das liegt selten an dir allein. Kinder brauchen Zeit, um sich an neue Bezugspersonen zu gewöhnen, besonders wenn sie zuvor ein anderes Au pair hatten oder die Situation für sie ganz neu ist. Grenztesten gehört in vielen Altersgruppen einfach dazu. 

Geduld ist hier der wichtigste Faktor. Zeig den Kindern durch gemeinsame Aktivitäten, dass die Zeit mit dir Spaß macht – und bleib gleichzeitig konsequent, wenn es um Regeln geht. Beides zusammen braucht etwas Zeit, zahlt sich aber aus. 

Wenn du merkst, dass sich die Situation trotz deiner Bemühungen nicht verbessert, sprich mit deinen Gasteltern. Sie kennen ihre Kinder am besten und können dir konkrete Hinweise geben. Auch der Austausch mit anderen Au pairs – zum Beispiel über die AuPairCare Community – kann helfen, weil andere oft ähnliche Erfahrungen gemacht haben. 

4. Spannungen mit der Gastfamilie

Unstimmigkeiten zwischen Au pair und Gastfamilie sind keine Seltenheit – und sie sind in den meisten Fällen lösbar, wenn man früh und offen darüber spricht. Oft entstehen Probleme nicht aus bösem Willen, sondern aus unterschiedlichen Erwartungen oder Missverständnissen. 

Der wichtigste Schritt: Suche das Gespräch, bevor sich etwas aufstaut. Wähle einen ruhigen Moment – ohne Kinder dabei – und sprich direkt an, was dich beschäftigt. Ihr könnt gemeinsam überlegen, wie sich die Situation für alle Beteiligten verbessern lässt. 

Wenn ein direktes Gespräch gerade nicht möglich oder zu schwierig ist, wende dich an deine:n Area Director bei AuPairCare. Das ist genau der Moment, für den diese Unterstützung gedacht ist. Und falls sich eine Situation trotz aller Bemühungen nicht auflösen lässt, gibt es immer die Möglichkeit eines Rematches – also eines Wechsels zu einer anderen Gastfamilie. Das Jahr muss deshalb nicht scheitern.

junge menschen vor dem canyon
Plane spätere Reisen von Anfang an mit in dein Budget ein. (c) AuPairCare

5. Geld: Wenn das Taschengeld nicht ausreicht

Das wöchentliche Taschengeld bietet eine solide Grundlage – aber ein Jahr ist lang, und Reisen, Ausflüge, Restaurantbesuche und spontane Pläne können sich schnell summieren. Finanzielle Engpässe gegen Ende des Jahres sind ein häufiges Problem, das sich mit etwas Planung gut vermeiden lässt. 

Ein einfacher Ansatz: Lege dir von Anfang an einen festen Betrag beiseite, der nicht für den laufenden Alltag eingeplant ist – zum Beispiel für deinen Reisemonat am Ende des Jahres. Halte außerdem Ausschau nach Angeboten und Vergünstigungen: Viele Freizeitangebote, Museen oder Verkehrsmittel haben Rabatte für junge Menschen, die sich lohnen. 

Schwierige Phasen gehören dazu – und gehen vorbei

Kein Jahr verläuft ohne Höhen und Tiefen, und das Au pair Jahr ist da keine Ausnahme. Was den Unterschied macht, ist nicht, ob Probleme auftreten – sondern wie du damit umgehst. Mit den richtigen Ansprechpartner:innen, einer offenen Kommunikation und dem Wissen, dass du nicht allein bist, lassen sich die meisten Herausforderungen bewältigen. 

Deine Ansprechpartner:innen bei AuPairCare sind während deines gesamten Aufenthalts für dich da – nicht nur für organisatorische Fragen, sondern auch dann, wenn es mal schwieriger wird.